Kalbsbraten in Buttermilch.
Man kann eine Kalbskeule im
Sommer 4—6 Tage in Bnttermilch erhalten, nnr mnß sie ganz damit
bedeckt sein und die Milch nach 2 Tagen ernenert werden. Besser benutzt
man allerdings die Wickersheimersche Frischerhaltungsflüssigkeit oder
„Carnolin”. Man trocknet die Kenle ab, häutet und spickt sie auf der
Außenseite. Inzwischen hat man in der Pfanne eine Menge Speckscheiben
ausbraten lassen und dazn ein Stückchen Butter gethan; wenn dies zn-
sammen bräunlich ist, legt man den Braten hinein und gleich auf die
Seite, auf der er liegen bleiben soll. Die erste halbe Stuude mutz er
stark braten uud fortwährend begossen werden, die letzte halbe Stunde
kann er langsam braten, und wenu man ihn nnn nicht mit Sahne be-
gießen kann, so lege man etwas Butter auf, bestreue deu Braten mit
Salz nnd begieße ihn auch mit dem Brateufett so fleißig wie möglich.
Sobald der Braten ans der Pfanne genommen ist, wobei man niemals
eine Gabel, sondern den Schaumlöffel gebrauchen muß, bereitet man
die Sauee mit eiwas braungebratenem Mehl, Wasser und Salz.
An merk. Diese Zubereitung ist besonders anf dem Lande zu empfehlen, wo man nicht immer gutes Fleisch haben oder bei einem selbstgemästeten Kalb das Fleisch in der Hitze nicht vor einem Nebengeschmack schützen kann.
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